6 Wochen, 6 Schnittmuster, 6 Fotos und viele neue Gesichter…*

….dass würde meine Erfahrung mit der diesjährigen „Schnittzeljagt“ von Lillesol&Pelle eigentlich schon zusammenfassen. Aber natürlich gibt es mehr zu berichten.

Und wie waren nun die 6 Wochen Challenge?

Ich muss sagen, so eine sechs Wochen Challenge kann ganz schön schlauchen, aber auch inspirieren.

Bereits im letzten Jahr hatte ich von der Challenge gehört und war recht begeistert davor. Nur hatte ich kein Instegram-Account und konnte so nicht wirklich teilnehmen. Das sollte sich in diesem Jahr ändern.

Trotzdem wollte ich nicht, um jeden Preis teilnehmen und hatte die Sorge, dass die Schnittmuster in diesem Jahr vielleicht nicht ganz so schön sind, wie im ersten Jahr. Ich wollte nichts einfach so nähen, also nichts, was später im Schrank als Schrankleiche verkommt. Dafür ist die Nähzeit einfach zu kostbar.

Daher hatte ich bereits im Vorfeld – als von Julia angekündigt wurde, dass es eine „Schnittzeljagt“ 2020 geben wird – mir meine Gedanken gemacht. Ich wollte viel aus meinem Stoffstash verarbeiten, ich brauchte dringend Oberteile, da mit viele Pullis und T-Shirts nach der zweiten Schwangerschaft einfach zu eng waren oder ihr Leben gelebt hatten. Also wartete ich geduldig, bis der Plan von Julia veröffentlicht wurden war.

Das gefällt mir an der Schnittzeljagt wirklich sehr, dass man nicht die Katze im Sack kauft, sondern weiß, auf was man sich einlässt und die Wochen gut planen kann. Die Maßtabellen zu jedem Schnitt sind bei Lillesol&Pelle auf der Website einsehbar. So kann man Stoffart, Stoffverbrauch und Größen einsehen und schauen, ob das alles für einen passt.

Zu meiner großen Freude bestand die diesjährige Challenge aus wandelbaren Schnitten. D.h. die meisten Kleider hatten auch eine Blusen- oder Shirt-Version mit in petto! Genau, dass was ich brauchte. Selbst das letzte letzte Kleid konnte ich für mich umwandeln, da es auch erlaubt war, nach dem Kinderschnitt zu fragen und den gab es.

Der Anreiz bestand ja darin, dass ich mir nur das erste Schnittmuster selbst kaufen musste und wenn ich den Schnitt der Woche rechtzeitig gepostet hatte, gab es den nächsten Schnitt kostenfrei zum download (eine wahnsinns Arbeit für Julia und Team, bei teilweise über 900 Teilnehmerinnen).

Dann habe ich tatsächlich erst einmal meinem Mann um einen freien Rücken in den sechs Wochen gebeten. D.h. ich war befreit von Kindern ins Bett bringen und abendlichem Aufräumen, damit ich mich konsequent hinter die Nähmaschine hängen konnte. Ich schrieb ja bereits, Nähzeit ist sonst sehr rar, auch wenn wir uns alle Aufgaben wirklich teilen.

Um meinen Stoffstash auch wirklich im Blick zu haben, habe ich mir für jedes Schnittmuster, Stoffverbauch und Art notiert und nach einem passenden Stoff im Stash gesucht. Da wo ich gern was anderes wollte, habe ich mir Stoff bestellt, dass er rechtzeitig zur Challenge nicht nur geliefert, sondern auch gewaschen und gebügelt sei.

Und dann kam der Startschuss. Ich hatte den Hashtag abonniert, um auch Inspirationen und Motivationen durch die anderen Teilnehmerinnen zu erfahren. Doch zunächst machte sich Frust breit. Es gab bestimmt 400 Leute, die binnen der ersten Stunde bereits ihr Bild posteten…

…hatte ich die falsche Strategie gewählt. Bei mir stand jeden Tag ein anderer Teil an:

Montag: Größe wählen, Schnittmuster drucken, Stoffbügeln

Dienstag: Zusammenkleben (und später auch nachmessen)

Mittwoch: Zuschnitt

Donnerstag: Anleitung lesen und Einlagen aufbügeln

Freitag: Hauptteil nähen

Samstag: Säumen, Knöpfe…also Mini-Kram

Sonntag: Foto schießen und posten

Ich fand den Plan gut und schrieb mein Frust auf. Daraufhin meldetet sich auch andere Frauen aus der Challenge, die auch noch nichts fertig hatten oder auch eher von der Sorte waren. Sonntag alles machen und dann kurz vor 0 Uhr posten. Ich war beruhigt und fand neue tolle Accounts für mich zum folgen.

Ich schmiss mein Plan noch ein paar mal um. In Woche 2 hatte ich dann noch die Zusage, bei einem Probestricken dabei zu sein, welche bis zum 12.12.2020 abgeschlossen sein sollte…ich könnt euch denken, es wurde manchmal sehr eng. Und manche Fotos sind im dunkeln auf dem Sofa entstanden. Aber das ist ja irgendwie typisch für meinen Account 🙂

Was mich absolut geflasht hat, war, wie viele positive Rückmeldungen die Teilnehmerinnen sich untereinander gegeben haben. Das war sehr aufbauend. Und ich habe die tollen Varianten des gleichen Schnittes bewundert und auch geschmunzelt, dass beim Wickelshirt jemand genau die gleiche Stoffidee hatte (sieht aber auch geil aus).

Am Ende hatte ich tatsächlich sechs neue Kleidungsstücke genäht und teilweise auch schon getragen. Das erste Weihnachtsgeschenk war erledigt und das Oberteilproblem nicht mehr ganz so groß.

Zur Belohnung gab es von Lillesol&Pelle noch einen Legginsschnitt für alle, die auch das letzte Stück rechtzeitig gepostet hatten. Natürlich gab es auch Gewinne, jede Woche und am ende der Challenge.

Und? Sind Schrankleichen entstanden?

Ja und nein. Ich war skeptisch, ob mein Candela-Shirt (was ja nicht so richtig passen wollte) jemals angezogen würde und auch der Oversize Hoddie war ja auch anderes geworden als erwartet. Aber ich muss sagen. dass Shirt hat sich nach einer erneuten Wäsche noch ganz gut in Form ziehen lassen und der Hoddie wurde auch schön öfter aus dem Schrank gezogen. Die Bluse wartet vergeblich auf Anlässe zu tragen. Ich bin gespannt, ob sie häufiger zum Einsatz kommt, wenn ich wieder Arbeiten gehe. T-Shirt und Wickelshirt sind absolute Lieblingsteile geworden und ich trage sie soooo gern.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis der Challenge und werde auch im nächsten Jahr ein Auge auf haben, ob sie wieder stattfinden wird.

*unbeauftragte Werbung, die Schnittmuster (bis auf das erste) wurde mir im Rahmen der Challenge zur Verfügung gestellt, Stoffe etc. habe ich selbst gekauft

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