Der Reflector Shawl von Allison O’Mahony und Refelctor KAL von Lexi aka Mrs.Paridae

Alles begann mit einem Live auf Instegram. Daniela von Rocke The Wool und Anika vom Label Purl and Knit haben gemeinsam gefärbt und jeweils unter einem Thema ein Strang gefärbt.

Anstoß zu diese Ereignis lieferte die Diskussion um handgefärbte Garne, deren Wertigkeit und ob Lana Grossa in Indien Stränge handfärben lassen darf und oder nicht und wie ethisch dass alles ist und „Garn Shaming“….und ich sag es euch, da war was los in 2020. Jedenfalls haben die Beiden sich zusammen getan und via Live gezeigt, wie zwei Handfärberinnen so arbeiten.

Als Inspiration für Ihre Garne haben sie sich den Reflector Shawl (Link zu Ravelry) von Allison O’Mahony ausgesucht, der durch seine Farbwechsel perfekt für das Wiederspiegeln zweier Färberinnen ist. Zudem ist es ein zwei Strangprojekt.

Eigentlich habe ich gar nicht den Plan gehabt in irgendeiner Weise mitzumachen. Meine Strickskills sind noch sehr bescheiden und ich habe mir die Anleitung nicht zugetraut. Weiterhin habe ich auch kein Wollwickler zu Hause und hatte kein Plan, wie ich mir die Stränge aufbereiten sollte. Ich genoss also das Live und habe mich gefreut, den beiden über die Schulter schauen zu dürfen.

Und dann, stelle Daniela die Ergebnisse auf Instegram ein…und dann sah ich die Färbung „Whiskey in the Yar“….und was soll ich zu meiner Verteidigung sagen: 18Uhr Shopupdate….dass fällt mitten in unsere Kinder ins Bett bring Zeit….also eh keine Chance. Als ich dann an dem Abend gegen 21 Uhr mal in die beiden Shops schaute, war ich erstaunt, dass es bei Purl and Knit mein Wunsch-Kit noch gab. Es war aber auch etwas versteckt. Man musste sich überwinden, den Unterpunkt „Rotze und Popel“ anzuklicken. Denn dort versteckte sich auch meine Lieblingsfärbung. Diesen Wink des Schicksals konnte ich doch nicht ignorieren, oder?

Nun gut, mit gehangen mit gefangen. Also stürzte ich mich in den Wahnsinn. Kaufte die Anleitung und betet zu Gott, dass ich irgendein Wort verstehen würde (die Anleitung ist auf englisch also doppelte Schwierigkeit). Meine Stoßgebete wurden offensichtlich vernommen. Denn die liebe Lexi von Mrs. Paridae rief kurzerhand einen Knitalong (KAL) aus, um das Tuch gemeinsam zu stricken. Ich wäre kläglich gescheitert, wenn ich die lieben Mädels aus dem KAL nicht gehabt hätte.

Für mich war es das Tuch der ersten Male: erstmals ein dreiseitiger Maschenanschlag, erstmals Maschenzunahmen in allerlei Formen, erstmals Stränge zur Verarbeitung, erstmals mit Hand gewickelt, erstmals ein Picot-Rand, erstmals Farbwechsel in einer Reihe….mein Kopf hat geraucht und eh ich die Wiederholungen im Muster einiger Maßen drauf hatte, war es auch schon fast fertig gestrickt.

Gleich am Anfang muss ich in einer Reihe verrutsch sein, denn ich habe ein Farbwechsel verpasst. Nun ja, zurückstricken kann ich noch nicht und was eine „Live-Line“ ist, habe ich erst später gelernt, sonst hätte ich davon einige eingezogen. Hatte ich aber alles nicht. D.h. entweder nochmal komplett ribbeln oder tapfer weiterstricken. Ihr seht es ja auf den Fotos, ich habe tapfer weitergestrickt und den „Fehler“ fortgeführt. Dadurch habe ich ein etwas ruhigeres Farbspiel erzeugt. Ach und irgendwie gefällt mir das auch ganz gut.

Während ich langsam an meinem Tuch voran kam, strickten manche Mädels im KAL sogar noch ein Zweites *grmpf*

Die Anleitung ist auf englisch und soweit ich das einschätzen kann, sehr detailliert und gut nachvollziehbar. Für den Anschlag und das Abketten habe ich mir YouTube Videos zur Hilfe genommen, was sehr sehr hilfreich war. Auch einzelne Zunahmetechniken, habe ich mir bei YouTube angeschaut. Wobei ich immer festgestellt habe, dass die englischen Bezeichnungen genau das beschreiben, was man machen muss.

Das Design ist sehr toll. Nicht nur, dass sich die Farben im Tuch spiegeln, sondern auch die Stricktechniken, wechseln von kraus zu glatt rechts jeweils im Farbwechsel. Das unterstützt die Struktur des Tuches enorm und sieht toll aus. Der Picot-Rand gefällt mir persönlich sehr gut. Manche haben sich jedoch für einen anderen entschieden.

Mir gefallen die Farben immer noch sehr. Der Beereton und das Goldgelb ergänzen sich toll. Die Dreieckige Form des Tuches ist nicht so meins. Es ist mir zu sperrig, zu groß und zu unhandlich. Ich musste lernen, dass ich wohl eher für Loops oder klassische Schals gemacht bin.

Daher verweilt, dass Tuch nicht mehr bei mir. Ich habe mich entschlossen, es der Oma meines Mannes zu schenken, die dringend eine Umarmung braucht und das Tuch soll diese symbolisieren. Sie hat sich sooooo gefreut. Ich muss häufiger meine selbstgemachten Sachen verschenken 🙂

Wer hat in eurem Umkreis eine Umarmung verdient?

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