#dessewalong – Mein Ergebnis

Der #dessewalong 2020 ist vorbei. Es war schön zu sehen, wie motiviert alle Teilnehmenden an die Sache herangegangen sind und dass neben Unterwäsche – passend zum Wetter – auch sehr viel Bademode genäht wurde.

Abegrundet wurde dieses Event im Mai und Juni auf meinem Instagram Kanal mit zwei Live-Abenden, sowie dem letzten Podcast hier auf meiner Seite.

Die Lives findet ihr bei mir auf Instagram im IGTV zum Nachsehen. Im Mai war Katrin von Label k.triny lignerie zu Gast und wir plauderten darüber, wie man als Anfänger*in an das Thema Nacht- und Bademode herangehen kann. Katrin hatte sehr viele hilfreiche Tipps für uns und alle Teilnehmenden/Follows hatten die Möglichkeit vorab oder live im Chat Fragen zu stellen. Am Ende überraschte Katrin uns, mit einem Give Away für alle, die den Hastag #dessewalong im Mai und Juni verwendet haben. Es gab zwei E-Books zu gewinnen.

Der zweite Abend war im Juni mit der Sarah von Label BRA&BEE. Hier ging es im Speziellen um die Frage, wie kommt der Bügel gut in den BH. Sarah war so freundlich und zeigte uns an Beispiel BHs, wie sie Anpassungen vornimmt und wo sie ihre Materialen einkauft u.v.m.

Beide Videos sind gespeichert und können noch nachgeschaut werden. Lasst den beiden doch gern ein Herzchen oder netten Kommentar unter dem Video da.

Schwarz lässt sich ja immer bescheiden fotografieren. Aber so sieht das hübsche Teil aus.

Nun aber zu meinem eigenen Projekt für den #dessewalong. Ich habe mich ganz unabhängig von dem Kontakt zu Katrin für den #bralacy von k.triny lingerie entschieden. Ich hatte bereits im März und April tolle Nähbeispiele gesehen und da das Modell zunächst ohne Bügel daher kam, schien es mir ein gutes Einsteigerprojekt.

Katrin bestätigte mich im Live auch, dass meine Wahl doch ganz gut war und ein Bralette ein guter Einstieg für die ersten BH-Nähversuche sei.

Zur Material-Beschaffung habe ich ja bereits ausführlich geschrieben. Den Artikel findet ihr hier.

Die Anleitung ist sehr ausführlich geschrieben, mit einem langen Einleitungsteil zu grundlegenden Nähtechniken, sowie eine lange Materialliste, an der man sich orieniterien konnte. Besonders gut hat mir gefallen, dass Katrin versucht hat, die verschienden Begrifflichkeiten für ein und das selbste Material zu benennen. Das hat die Suche im Internet deutlich vereinfacht.

Die Kapitel sind je nach „Art“ des Bralette unterteilt und haben Sprungregeln. Diese waren für den „Kern BH“ ganz prima, nur beim Verschluss und bei der Lacy-Option (dem triangelförmige Spitzenbesetz über dem Bralette) bin ich nicht ganz klar gekommen, mit der vorgeschlagenen Reihenfolge.

Hier sieht man die Lacy-Option schön. Die triangelförmige Spitze über dem eigentlichen Bralette.

Angenehm ist auf jeden Fall, dass die Designerin von Näher*innen ausgeht, die schon etwas länger an der Nähmaschine sitzen und somit nicht jeder „kleinste“ Schritt erläutert wird. An mancher Stelle war das vlt. auch verwirrend für mich, weil ich mir so unsicher beim BH nähen vorkam, dass ich mich zunächst ungewöhnlich eng an die Anleitung gehalten habe. Das mache ich bei anderen Projekten so nicht mehr. Die Bilder könnten für meinen Geschmack etwas größer sein und die Nahtlinien (also dort wo man nähen soll) besser markiert, aber das ist nörgeln auf hohem Niveau. Man sieht alles gut und kann sich am PC, die Bilder ja auch größer ziehen.

Weil ja noch ein Verschluss geplant war, schneidet hier der das Unterbrustband und der Rückensteg ein.

Das Nähen hat mir Freude bereitet – bin ich doch in letzter Zeit oft mit Strickprojekten unterwegs gewesen. Ich habe – entgegen der Anleitung – nahezu alle Nähte mit elastischen Stichen meiner Nähmschine genäht und auf die Overlock verzichtet. Nur den Brustgummi habe ich zum Schluss mit der Ovi befestigt. Auf diese Weise habe ich das Gefühl, die Anleitung besser nachvollziehen zu können und die Nähte sind so auch alle schön flach. Das würde ich bei einem zweiten Bralette auf jeden Fall wieder so machen.

Geplant war, einen echten BH-Verschluss zu integrieren, was in der Anleitung auch gut beschrieben ist. Leider war mein erworbener Verschluss nur 30 mm breit und der Rückensteg bereits 35 mm und der Brustgummi nochmal 38 mm. Das hat hinten und vorn nicht gepasst. Aber ich wollte das Projekt beenden, daher habe ich den Verschluss weggelassen und die Naht geschlossen. Das gefällt mir gar nicht. Ich mag meine BHs nicht über den Kopf ziehen müssen und es ist auch unbequem. Da muss bald eine andere Lösung her. Und dass schöne ist, ich habs genäht, ich kanns auch ändern (!). D.h. sobald mir ein Verschluss über den Weg läuft, der die entsprechende Breite hat, werde ich das nachträglich ändern.

Bis auf den Brustgummi und den BH-Verschluss, bin ich mit dem gewählten Material sehr zufrieden. Besonders das Mesh trägt sich angenehm auf der Haut und auch die Spitze gefällt mir sehr gut. Bei Fabrikara habe ich mir dann einen Velourgummi nachbestellt, der toll auf der Haut ist. Das Plastikteil von Stoffolino wollte ich da definitiv nicht haben.

Beim nächsten Versuch würde ich eine Cup-Größe größer versuchen zu probieren. Aktuell quetscht der Bralette die Brüste ordentlich zusammen. Das ist nicht unbequem, weil kein Bügel irgendwo reinpickst, aber so eine Art De­kolle­té mag ich nicht leiden.

Insgesamt wird mit die Brust zu arg „gepuscht“. Daher werde ich das nächste Mal einen Cup größer wählen.

Mein Fazit: Tolles Schnittmuster, jetzt gehts ans anpassen.

Schnittmuster: #bralacy von k.trininy linergie

Material: von prodyouced, Fabrikara, makertist, stoffolino und JuTaAtelier

Schnittanpassungen: noch keine, beim nächsten Mal eine Cup-Größe größer probieren

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